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Was sind denn Chilis nun eigentlich für scharfe Früchtchen? oder doch Beeren?
und zu welcher Pflanzengattung gehören die denn eigentlich? und warum sind die so scharf?
Welche gängige Sorten kennen wir?

Nun ganz einfach:

Chilis gehören zur Familie der Nachtschattengewächse!

Zur Familie der Nachtschattengewächse zählen auch sehr bekannte Vertreter
der Kulturpflanzenarten wie unsere Kartoffeln, Auberginen, Tomaten und alle Tabakpflanzen.

Zu der Gattung der Paprika zählen also:
Chilis und natürlich auch Pepperoni und Pfefferoni.
Der wissenschaftliche Name dieser Pflanzengattung wird als "Capsicum" bezeichnet.

Die Frucht wird oft als Schote bezeichnet, ist aber als Beere anzusehen.

Der Schärfestoff der beim Essen merkbar gespürt wird, wird als Capsaicin bezeichnet.
Dieser Schmerz den wir spüren wird durch dieses Capsaicin verursacht.
Natürlich! Je schärfer eine Paprika, Pepperoni oder Chili ist, desto mehr Capsaicin 
enthält diese.

Bekannteste Sorten die wir kennen sind sicherlich die folgenden:

Habaneros (Red, Orange, Yellow),  Jalapenos, Rocoto, Cayenne, Tabasco, 
Thaichilis, Pasilla, Scotch Bonnet, Hidalgo....und viele viele mehr!

Heute schreibe ich etwas über die Chilisorte Scotch Bonnet (siehe Bild oben)
die wir auch für unsere Chili-Mix Sauce verwenden; wie Ihr auf dem Foto sehen könnt haben diese Teile eine schöne rote Farbe (wir hatten diese auch schon mit gelblichen Stellen bis zu grün) Der Form nach sehen diese aus wie eine kleine Glocke.
Der Geschmack einer reifen Scotch Bonnet erinnert ein bischen an Paprika, aromatisch bis fruchtig, die Schärfe steckt hier wie immer in den weißen Häutchen und den Kernen. Der Scovillegehalt ist wechselhaft, abhängig von Klima, Boden und Aufzucht. Wer es nicht ganz so scharf wie eine Habanero mag ist hier genau richtig.



Jalapenos - wer kennt sie nicht?
Diese sehr bekannte Chilisorte ist sehr beliebt, vollfleischig einfach zu handhaben und
schmeckt auch sehr lecker durch den guten typischen Chilieigengeschmack.
Jalapenos gibt es in grün, rot bis dunkelrot kirschfarben.
Von der Schärfe sind diese Chilis mittelscharf und eignen sich gut zum Kochen in dem man
einige Scheiben davon mit anröstet oder einfach mitkocht!
Geräuchert unter Mesquiteholz werden sie dann als Chipotle bezeichnet.
Das Wort Chipotle kommt aus dem Südamerikanischen Raum und setzt sich zusammen aus chili und poctli
was geräuchert bedeutet. Da diese Chilisorte sehr dickfleischig ist und damit schwer zu trocknen und zu konservieren ist, wurde das Verfahren des Trocknens über Rauch angewandt.

 

 

Nachfolgend ein kleiner Beitrag über die Chilisorte Chocolate Habanero.

Die Chili Chocolate Habanero aus der Familie der Capsicums beeindrucken durch ihre schöne dunkelbraune (schokoladenähnliche) Färbung, manchmal auch fast wie ein dunkel-Kirschrot. Geschmacklich nach dem hineinbeissen hat... man zuerst den typischen Habanerogeschmack (je nach Ernte und Sonne mehr oder weniger) danach gehts richtig rund im Mund - den auch die braune Chocolate Chili kann sehr scharf sein - typisch Habanero eben.... vom Schärfegrad geht das sicher bis ca. 250.000 bis 300.000 Scoville wie die gelben und roten Vertreter dieser Sorte. Der Geschmackstest war wieder ein echtes Erlebnis, denn der Mund, Rachen und Zunge haben noch lange gebrannt (;-) Bei den HotMamas Chilisaucen ist der Chocolate Chili zu finden (je nach Ernte und Saison) in der Chili Mix N° 12-

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Der Schärfgegrad des Capsaicins wird in Scoville gemessen 

Was sind Scoville Units oder Scoville?

Das Verfahren von Herrn Wilbur L. Scoville beschrieb in einem Artikel von ihm in der Zeitschrift 
" The Journal of the American Pharmacists Association" die Verfahrensweise zur Einstufung und Bestimmung des Capsaicin-Gehalts durch Verdünnen und Verkosten. Testpersonen wurden dazu benutzt , eine immer weiter verdünnte Lösung der zu testenden Probe zu verköstigen und auszusagen, ob sie Schärfe wahnehmen konnten oder nicht. Der Grad der Verdünnung, bei dem keine Schärfe mehr festzustellen war, wurde als Scoville-Grad (SCU für Scoville Units, auch: SHU für Scoville Heat Units) angegeben. Die Paprika ohne wahrzunehmende Schärfe haben somit den Scoville-Grad 0, ein reines Capsaicin würde nach heutigem Wissen (je nach Ursprung) zwischen 15.000.000 und 16.000.000 Scoville entsprechen. Das so beschriebene Verfahren hatte jedoch einige nicht zu unterschätzende Beschränkungen: 
Zum einen besitzt jeder Mensch eine unterschiedliche Wahrnehmung gegenüber Capsaicin, zum anderen wird durch ständige Capsaicinaufnahme diese Toleranzschwelle heraufgesetzt. Somit ist für das Ergebnis nicht nur die Auswahl der Probanden ausschlaggebend, sondern auch, wie viele Einzeltests bereits mit einer einzelnen Testperson gemacht wurde.

Bei Fragen dazu können Sie gerne unter webmaster@hotmamas.de Kontakt zu mir aufnehmen...
Scharfe Grüße wünscht Klaus Lorenz